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Nachdem ich voriges Jahr aufgrund der X-Alps Teilnahme auf einen Start beim Crossalps verzichten habe, freute ich mich heuer umso mehr einen der begehrten Startplätze für den Jubiläumsbewerb ergattert zu haben.
Es ist schon ein irres Gefühl gemeinsam mit 110 Fliegern unten am Start zu stehen, nach einem letzten sorgfältigen Wettercheck vor dem Start erschien mir aufgrund des starken Westwindes die Route nach Osten am sinnvollsten.
Kurz vorm Startschuss setzte wie in Alptherm prognostiziert Regenschauer ein. Der Erste Aufstieg auf die Hochries war trotz des Regens, durch nette Gespräche mit Boxi und Pascal, sehr kurzweilig. Oben angelangt war erst mal nichts mit gemütliches einsitzen ins Hochrieshaus, da der Regen inzwischen wieder aufgehört und ein moderater Nordwestwind eingesetzt hatte. Meinem Plan folgend startete ich am Hochrieshaus mit einigen anderen Piloten die inzwischen eingetroffen waren. Ich konnte gemeinsam mit meinen Novateamkollegen Pasqual Purin und Steve Nash die Hochries soarend überhöhen und praktisch ohne Höhenverlust in Richtung Kampenwand fliegen. Vor der Ersten Talquerung hieß es nochmals maximale Höhe machen um eventuell an der Kampenwand im Westwind wieder aufzusoaren zu können. Steve und ich mit unseren Mentoren hatten in etwa die gleiche Höhe, Pasqual im nagelneuen Triton konnte seinen Überflug etwas höher starten als wir und kam dank der gewaltigen Gleitleitung um gut 300m höher als wir an der Kampenwand an und konnte von dort aus als einer der wenigen weiterfliegen. Steve und ich mussten im Tal am Fuße der Kampenwand einlanden und den Aufstieg zu Fuß in Angriff nehmen. An der Kampenwand bekam ich dann von Christoph Weber den Tipp von einem kleinem Startplatz auf der Südseite der Kampenwand. Von diesem Startplatz konnte ich dann ein kleines Sonnenfenster nutzen, um die Kampenwand erst sehr langsam und mühsam, dann immer besser werdend überhöhen. Nach der Querung zum Hochgern konnte ich den Einstieg in die nächste Thermikquelle sehr tief aber problemlos finden, weiter ging der Flug über Hochfelln, Unternberg auf den Rauschberg. Dort gab es eine freudige Überraschung, ich sah Pascal den ich das letzte Mal an der Kampenwand getroffen hatte wieder. Die letzte Talquerung zur Zwieselalm konnten wir gemeinsam machen, Pascal drehte dann am Ende des Massivs um da dort die CTR Salzburg beginnt und ein einfliegen automatisch die Disqualifikation bedeutet hätte. Da es aber erst 15 Uhr war, war ein umdrehen mit Pascal keine Option für mich, ich flog daher so nah als möglich an die CTR heran und spiralte dann ab und landete auf der letzten möglichen Wiese vor Beginn der CTR (ich hatte mir den Verlauf der CTR sehr genau angeschaut, denn ein Missgeschick wie bei X-Alps wollte ich mir nicht mehr leisten). Mein ursprünglicher Plan, für das eher bescheidene Flugwetter war ein Wendepunkt von 50km, wenn alles super läuft maximal 60km, musste aufgrund der doch einigermaßen guten Flugbedingungen, nochmal genau überdacht werden. Nach dem Zusammenlegen trabte ich also erstmals los Richtung Salzburg, mein GPS zeigte mir schon nach einigen Kilometern die Annäherung an Wendepunkt 50 Kilometer an. Nach einer kurzen Telefonkonferenz mit Christian Grohs (der seine Crossalps Teilnahme aufgrund einer Grippe leider absagen musste), war kurzfristig ein neuer Wendepunkt bei Kilometer 80 in Fuschl am See direkt vor der Red Bull Firmenzentrale, fixiert. Nach einigen unfreiwilligen Irrwegen, Wasserdurchquerungen, ohne jede Pause und am Ende meiner Kräfte kam ich kurz vor 17 Uhr im Ziel an > Geschafft das härteste Rennen an dem ich je teilgenommen habe und mein Wendepunkt am absoluten Limit. Mein Dank gilt ganz Besonders meiner Freundin Vera die schon einige Zeit im Ziel war und die mich die letzten Kilometer ins Ziel motiviert hat, allen meinen Sponsoren und dem gesamten Crossalpsteam für die tolle Organisation der sensationellen Veranstaltung.
Die Bilanz des Crossalps Bewerbes > Gesamtsieg Herren mit einer Wertungsstrecke von 192 km und Gewinner des Crazy Walker Awards